Pascal Vogel

Journalist

Kategorie: Mein Blick (Seite 1 von 4)

Fataler letzter Blick

Samstagmorgen, 9 Uhr. Normalerweise bin ich zu dieser Uhrzeit noch unter der Decke und geniesse den Start ins Wochenende. Nicht so heute. Ich helfe einem guten Freund beim Zügeln. Im Dreierteam haben wir zig Kartonschachteln eines schwedischen Möbelherstellers von der Garage in den ersten Stock geschleppt. Nun steht der Aufbau des begehbaren Kleiderschrankes an.

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Vom Adler zum Maulwurf

Was zwei Gläser alles auslösen können. Bis zum Rand voll mit Wein bewirken sie, dass man(n) sich nicht mehr hinters Steuer setzen sollte. Mit der richtigen Rezeptur und auf dem Nasenrücken perfekt positioniert hingegen sorgen sie für einen klaren Blick. Ich schenke gerne reichlich Wein ein, aber: Ich bevorzuge den Durchblick. Gut zu sehen, bedeutet gesteigerte Lebensqualität. Gestochen scharfe Bilder statt verschwommene Umrisse. Früher kannte ich nichts anderes.

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Mit einem Lachanfall verhält es sich in etwa gleich wie mit einem hochroten Kopf: man erhält ihn in den dümmsten Situationen. Nicht selten schnürte ich diesen «Doppelpack» während meiner Schulzeit. Genauer: im Religionsunterricht.

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Dank Trägheit Geld sparen

Wir waren unzertrennlich, meine «Black Pearl» und ich. Stiessen auf Deutschen Autobahnen an unsere Grenzen. Hupten uns durch die dicht befahrenen Strassen an der Adria. Genossen die kurvenreichen Strecken über Schweizer Pässe. Anfang August trennten sich unsere Wege. Von der einen Sekunde auf die andere.

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Von Spitzzangen und Schmerzen

Ich bin kein Mann der grossen Worte, reisse mein Maul nicht gerne auf. Vor allem, wenn ein Zahnarztbesuch bevorsteht und ich einen leichten Druck auf der Brust verspüre. Klar, es ist nur die jährliche Kontrolle inklusive Dentalhygiene. Aber eben doch ein Zahnarztbesuch.

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Hochmut kommt vor dem Fall

Blauer Himmel, präparierte Pisten: Ein perfekter Skitag – wäre da nicht der voll besetzte Sessellift, der mit immer grösserer Geschwindigkeit rückwärts fährt und jene Fahrer mit Hilfe des Drehrades und der Zentrifugalkraft aus dem Sessel katapultiert, die nicht schon vor Erreichen der Talstation abgesprungen sind. Skier fliegen durch die Luft, Stöcke werden zu Geschossen.

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Konsequent inkonsequent

Der letzte Samstag hat Spuren hinterlassen: Während die Fahrer auf der Piste Gas gaben, taten wir selbiges am Streckenrand. An alles kann ich mich weiss Gott nicht mehr erinnern, wohl aber an einen Satz, der sich in mein Hirn gebrannt hat: «Där Cheib ünterstüze wier sicher nit.»

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Natürliche Selektion

Früher war alles besser. Zumindest im TV-Programm: Über den Röhrenbildschirm flimmerte «Unser Charly», am Samstagabend lockten Beni Thurnheer und Thomas Gottschalk vor die Kiste, und zweimal wöchentlich konnte die Champions League im Free-TV genossen werden. Heute: «Roooobert» Geissen und seine Carmen geben Einblick in ihr Jetset-Leben, der Bachelor tanzt mit halbnackten Intelligenzbestien um die Wette und Fussball? Der ist live nur noch mit fünf Abos oder auf irgendwelchen Piratensendern zu sehen. Traurig, aber wahr: Das Fernsehen ist für mich kein Vergnügen mehr, sondern nur noch zum Fremdschämen. Auf der Suche nach einem schlauen TV-Format gucke ich meist in die Röhre.

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Auf den Spuren von Rambo

Herbstzeit ist Wanderzeit. Die Schuhe geschnürt, geht es ins Urnerland. Ich will den Stier bei den Hörnern packen, mich mit meiner Höhenangst konfrontieren und diese bezwingen. Doch der Einzige, der in die Knie geht, bin ich – spätestens beim Anblick jenes gelben Bähnlis, welches mich Richtung Arnisee bringen soll.

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Starker Mann, schwache Nerven

Jesolo, Italien, diesen Sommer. Die Ferien neigen sich dem Ende entgegen, ein letzter Höhepunkt steht an, wortwörtlich. «Captain Spacemaker»: Mit 42 Metern nicht nur Aushängeschild des grössten Vergnügungsparks des Landes, sondern auch die höchste in Betrieb stehende Wasserrutsche der Welt. Trotz Höhenangst will ich mir diesen Ritt nicht entgehen lassen.

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