Ferien in Südafrika: eine Wohltat für Körper und Geist. Und Ausgangspunkt für einige skurrile Geschichten, die meine Freundin und ich erlebt haben. Sind sie frei erfunden oder doch wahr? Entscheidet selbst …

Südafrika ist bekannt für ausgezeichneten Wein und deren Degustation. In einem Kleinbus wurden wir von einem Weingut zum nächsten gefahren. Merlot, Cabernet Sauvignon, Shiraz, Pinotage, Pinot Noir oder etwa Chardonnay: Insgesamt haben wir 13 Weine probiert und einen ordentlichen Brummschädel davongetragen. – Du denkst diese Geschichte ist wahr? Dann liegst du falsch: Es waren 23 Weine.

Outdshoorn ist die Hauptstadt der Straussenzucht. Auf einer ausführlichen Tour wurde uns der grösste Vogel der Welt näher gebracht. Buchstäblich: Wir konnten die Küken in den Händen halten, die ausgewachsenen Exemplare füttern und schliesslich sogar auf ihnen reiten. Am gleichen Abend landete auf meinem Teller ein saftiges Straussenfilet, medium, an einer Rotweinsauce. – Du denkst diese Geschichte ist frei erfunden? Dann hast du absolut recht: Erst ass ich das Filet, am nächsten Tag stand die Tour an.

Geschichte Nummer drei: Ein Zeitungsbericht kurz vor Reisebeginn liess unsere Angehörigen aufhorchen: «Wanderer auf dem Tafelberg brutal ausgeraubt und ermordet!» Wir versprachen, nicht zu Fuss auf den Hausberg von Kapstadt zu laufen. Und haben es auch eingehalten. – Du denkst diese Geschichte ist erfunden? Ich muss dich enttäuschen, die Geschichte ist wahr. Gestorben wäre ich allerdings trotzdem beinahe. Vor Angst. Höhenangst, um genau zu sein – trotz oder gerade wegen der Schweizer Ingenieurs­kunst von Garaventa.

Am Cape Point, wo Atlantischer und Indischer Ozean zusammenfliessen, stehen überall Tafeln mit der Aufschrift: «baboons are dangerous», Paviane sind gefährlich. Tatsächlich lungerten die Affen mit ihren roten Hintern und den langen Zähnen bereits auf dem Weg herum, als wir uns zum Leuchtturm aufmachten. Zwar griffen sie uns nicht an, doch sie versperrten den Blick auf einen der südlichsten Punkte Afrikas. – Du denkst die Geschichte ist wahr? Dann liegst du falsch: Es waren Touristen.